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Black Friday – Lieferung storniert: Wir denken um!

28. November 2025 | zuletzt aktualisiert am 28. November 2025
Mann steht vor Elektronikladen auf dem fett Black Friday aufgedruckt ist. Währenddessen vergleicht er Preise auf seinem Handy

Der Klick auf den „Jetzt Kaufen“-Button fühlt sich leicht an, doch die unsichtbare Rechnung zahlt unsere Umwelt. Der Black Friday bringt nicht nur verlockende Rabatte und prall gefüllte Versandkartons, sondern leider auch einen schweren ökologischen Rucksack – für Umwelt, Geldbeutel und oft auch das eigene Gewissen. Ursprünglich als Startschuss für die Weihnachtseinkaufssaison gedacht, hat sich der Aktionstag längst zu einer ausgedehnten Black Week und inzwischen sogar zu einem Black Month entwickelt.

Zwischen blinkenden Prozentzeichen und Countdown-Timern verlieren viele von uns den Überblick und kaufen oft spontan und unbedacht. Das Ergebnis ist ein Kaufrausch, der Ressourcen verschlingt, Lagerflächen und unsere Wohnungen füllt und nachhaltiges Denken ausbremst. 

Ressourcenschonung statt Konsumrausch

Jeder unnötige Kauf löst eine Materialschlacht aus. Vom Abbau seltener Rohstoffe über energieintensive Herstellungsprozesse bis hin zu Transport und Verpackungsmüll – jedes Produkt hinterlässt seine Spuren. Nachhaltiger Konsum bedeutet deshalb: bewusster auswählen, Qualität über Quantität stellen und auf Langlebigkeit setzen. So kann aus dem Black Friday ein „Green Friday“ werden.

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Wer seinen persönlichen Beitrag zur Ressourcenschonung besser verstehen möchte, kann den eigenen ökologischen Fußabdruck ganz einfach auf mein-fussabdruck.at, der Plattform des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (BMLUK) berechnen – inklusive wertvoller Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil.

Bei einem Laptop entsteht der größte ökologische Fußabdruck bei der Produktion.

Einkaufsliste gegen den Kaufrausch

  • Wunschliste statt Spontankauf: Vor dem Einkauf eine Liste mit dem echten Bedarf erstellen – das hilft, den Fokus zu behalten und Fehlkäufe zu vermeiden.

  • Die 24-Stunden-Regel: 24 Stunden Bedenkzeit gönnen, bevor ein Kauf abgeschlossen wird. Oft verliert das vermeintliche „Must-Have“ schnell seinen Reiz.

  • Rabatte prüfen: Nicht jeder durchgestrichene Preis ist ein echtes Schnäppchen. Preisvergleichsseiten und Preis-Check-Tools helfen, echte Angebote zu erkennen.

  • ReUse, Repair & Refurbished nützen: Gebrauchtgeräte, generalüberholte Produkte oder Reparaturen sind günstiger, ressourcenschonender und oft in Top-Zustand – echte Alternativen zum Neukauf.

  • Qualität vor Quantität: Investitionen in langlebige Produkte sparen langfristig Geld, reduzieren Abfälle und schonen Ressourcen.

Schenken mit Mehrwert – nachhaltig, sozial und regional

Wer zu Weihnachten nicht nur Freude, sondern auch Zukunft schenken möchte, wird in karitativen Secondhand-Shops fündig. Dort werden gebrauchte Elektrogeräte, Möbel, Kleidung und Alltagsgegenstände professionell aufbereitet und zu fairen Preisen weiterverkauft – ressourcenschonend, regional und sozial. Gleichzeitig eröffnen die Shops Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt neue Perspektiven: Transitarbeitskräfte, Langzeitarbeitslose oder Personen mit Behinderungen erhalten sinnstiftende Aufgaben und echte Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe.

Weitere spannende Einblicke rund um das Thema Kleidung:

Wer nachhaltig schenken will, findet Second-Hand-Läden, Reparaturcafés, Tauschbörsen und ReUse-Shops hier: R4U-Karte

Fazit: Green Friday statt Black Friday

Der Black Friday mag wie ein Fest des Konsums erscheinen doch hinter jedem Klick auf den „Jetzt kaufen“-Button stehen Ressourcen, Produktionsketten und Umweltfolgen. Jede Kaufentscheidung ist ein Hebel: Wer bewusst konsumiert, auf langlebige Produkte setzt und ressourcenschonende Alternativen wählt, sagt der Wegwerfmentalität den Kampf an und gestaltet eine enkeltaugliche Zukunft.

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